Sonntag, 6. Januar 2013
Schlaffeind Nr. 1
Wenn es etwas gibt, womit ich nicht umgehen kann, dann sind dies Kakerlaken in Schlafzimmern.
Ruhe und Besonnenheit
Durch die permanente Beschallung von Bachata und Reggaetón könnte einem manchmal plötzlich ein kleiner Amok unterlaufen.
Präventionsrotor
Die Mücken werden vom Winde des Ventilators verweht. Möglicherweise werde ich doch nicht an Dengue-Fieber sterben.
Schwein gehabt
Sich vor dem Dîner waschen sowie frische Kleidung anziehen und sich dabei unendlich reinlich fühlen. Beim Startschuss zur Nahrungsaufnahme dann ein Stück karibisches Schwein zuerst auf die Wampe und dann auf den Schoss fallen lassen.
Freitag, 4. Januar 2013
Nahtoderfahrung
Die Mücken haben nicht viel von mir übrig gelassen. Morgen werde ich an Dengue-Fieber sterben.
Faunales Schlafgeleit
Vor jedem Schlafzimmerfenster grunzt fröhlich ein Schwein oder es krähen die Hähne der Nachbarschaft des Nachts um die Wette. Dies in der Karibik.
Akribisches Ableben
Zumindest habe ich den Hergang meines Todes schriftlich in einem Buch dokumentiert. Und das erst noch in der Karibik.
Karibisches Ableben
Möglicherweise sterbe ich einen Tod auf Grund von Völlerei. Dies in der Karibik.
Beschäftigungsobservation
Da mir vom Strand langweilig wird, beobachte ich gerne Leute, die Leute beobachten.
Modischer Nationalstolz
Wie kann man Italiener in der Karibik von anderen Touristen unterscheiden? An den hautengen Badeslips in kecken Leuchtfarben.
Gravitation im Alter
Hier an der Playa kann man auch im Liegen hängende nackte Schläuche beobachten, wenn einem danach ist.
Natürliches Bindeglied
Die durch die Gassen furzenden Oldtimer gasen einem zuweilen direkt ins Schlafzimmer. So besteht die Möglichkeit der globalen CO2-Reduktion durch direkte Einwebung in Träume.
Scheisse
Umringt von grünen Hügeln, trete ich auf Grund von Hundegebell schreckhaft mitten in einen Kuhfladen und zerre mir dabei den Fuss.
Cuba libre
Des Nachts durch Rum befreit Bäume zu umarmen, könnte der Anfang einer neuen Revolution sein.
Bronze und Käse
Meine Knie sind im Verhältnis zum übrigen Körper überdurchschnittlich stark gebräunt. Und mein Gesicht gleicht wie immer Käse.
Kubadünger
Ich weiss nicht, ob es an mir liegt oder an der Quantität der am Strassenrand stehenden Tiere, dass ich sie hauptsächlich beim Stuhlen antreffe.
Kommunistischer Nachmittagsspaziergang
Monumentale Statuen, imposante Plätze, Revolutionsparolen und Militärstützpunkte in Blockbauten – und ich mitten drin Fidel eins.
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