Dienstag, 15. März 2011

Sicheres Wandern


Anstoessiger Gaul

Warum empfinde ich den Ausdruck "horseback riding" eigentlich als obszoen?

Exitus

Sinnierte gerade bei der taeglichen Schauerung ueber die Anzahl Todesfaelle unter Perus Elektroduschen.

Weltumspannende Ergaenzungsnahrung

Neulich habe ich auf der Suche nach einem Cuba Libre und mit leerem Bauch beim Vorbeigehen Burgerfotos gesehen. Diese gingen mir bis vier Blocks weiter nicht mehr aus dem Kopf, so dass ich umkehren musste und mich gezwungen sah in Burger King einzukehren. Ich fand mich dekadent. Haette dann noch Lust auf eine Kaffee aus Starbucks gehabt. Dachte aber, ich wills hier mit dem ganzen Mundialisierungskack nicht gleich uebertreiben, wenn ich ja auch in der Heimat nicht an solche Orte gehe. Mit der Globalisierung im Bauch habe ich mich dann schlafen gelegt. Irgendwie zufrieden.

Rot auf weiss

Nachtrag

23.2.
Aergster Sonnenbrand. Besonders am Oberschenkel.

24.2.
Mein Sonnenbrand bringt mich noch um. Er heizt dermassen, dass ich das Gefuehl habe, die Sonne hat sich aufs Fleisch durchgebrannt. So sieht der Schenkel auch aus.

25.2.
Muss ich meinen Schenkel amputieren?

26.2.
Eigentlich warte ich darauf, dass mir die linke Gesichtshaelfte und mein Bein abfallen und dann liegen sie rot am Boden rum und erhitzen die Erdathmosphaere. Wenigstens nicht mehr mich.

27.2.
Gott ist mein Schenkel rot. Er sieht nicht aus, wie wenn er faehig waere jemals wieder normalfarbig zu werden.

28.2.
Der Sonnenbrand an meinem Oberschenkel heizt immernoch. Soll ich ihn bei meiner naechsten Weiterreise in Arequipa lassen?

Koeterharn

Neulich am Strand habe ich gesehen, wie ein streunender Hund an einer schlafenden Frau geschnueffelt hat, um sie dann gleich darauf ruecksichtslos anzupinkeln. Mich hats innerlich fast verrissen vor Lachen, als der Hund sein Bein hob und in hohem, langem Strahl der Frau ueber den Kopf an die Schulter pinkelte. Die Dame ist aufgeschreckt und der Hund weitergezottelt - sie hat ihm unglaeubig hinterher geschaut. Ich konnte dieses aeusserst belustigende Erlebnis leider mit niemandem teilen, weil ich mich geschaemt habe, dass es mich so sehr amuesiert.

Vaterlandsliebe

Bus fahren in Peru: Der Bus hat Verspaetung und ist noch nicht los gefahren. Immer wieder schreit jemand "vamos!" und klopft oder haut irgendwo gegen. Oder man erwaehnt, dass es dann also schon halb 3 gewesen sei, jetzt. Kommt mir irgendwie schweizerisch vor. Bloss dass die Schweizer zu verklemmt sind, um zu rufen. Sie verdrehen stattdessen die Augen, schnauben, seufzen, duensten aus, bekommen einen roten Kopf dabei und Haemorrhoiden (und denken daran einen Brief zu schreiben). Jaja, die Schweizer, diese verkorksten Sausiechen. Love. Buenzli forever.

Absage an die Heimat

Heimat ist Muell.

Montag, 14. März 2011

Grosser Teich

Frage mich gerade, wie unzaehlig viele Leute schon ins Meer gepinkelt haben.

Fuehrungslos

Ich mag Orte, die in Reisefuehrern negativ oder gar nicht erwaehnt werden.

Lauf der Natur

Harndrang kann einen in Not bringen. Speziell, wenn man auf diesem sogenannt heiligen Berg ist. Maccu Picchu. Ich lasse aber die Hosen runter. Wie pietaetslos! Wie natuerlich!

Reiserei

Aus dem Zug ausgestiegen musste ich erst mal durch einen Spiessrutenlauf von Souvenirstaenden.

Forstwirtschaft

Ich schneuze saemtliche Waldbestaende away.

Samstag, 19. Februar 2011

Monetenkultur

Euro und Dollar waren gestern. Tourist Money - die neue Waehrung am Horizont.

Wüstenei

Habe mich gerade gewundert, warum es in der Schweiz keine endlosen Wüsten gibt. Bin dann zum simplen Schluss gekommen, dass da gar kein Platz für waere.

Montag, 14. Februar 2011

Feuer & Flamme

Sonnenbrand auf den Handruecken. Bekomme ich jetzt Handrueckenkrebs?

Kulinarische Hoehenfluege

In Peru essen sie nicht nur Meerschweinchen, sondern grillieren auch Inkas.

Feuchter Suizid

Heute zweites Mal kleiner Stromschlag unter der Elektrodusche. Wasser und Strom haben sich schon immer gut fuer Lebenstermination geeignet.

Reisefashion

Wundere mich, dass Touristen glauben mit bunt gemustert und gestrickten Kleidern, speziell farbenfrohen Muetzen, seien sie als solche nicht mehr zu erkennen.

Monoblog

Ab und zu vergesse ich, dass ich alleine Reise.

Garderobenflug

Ja, ich habe fuer meine Reisegarderobe immer einen Kleiderbuegel im Handgepaeck.

Sonntag, 13. Februar 2011

Salberei

Heut nacht wegen Erkaeltung nasal und mundial fast verdorrt und im Dunkeln das Fenistil meiner Apotheke fuer Vita-Merfen gehalten. Habe meine nasalen Wunden also mit Mueckenstichbehandlung versehen. Bemerkt hab ichs aber erst heute morgen, als die falsche Krem rumlag.

Mittwoch, 9. Februar 2011

Überflug

Nachtrag; Diskussion bezüglich Reisezubehör:

Ruth: Was meinst du dazu, wenn ich einen Feldstecher mitnehme?

Frau E.: Ich wäre für ein Fernrohr. Plus Heizdecke. Dein Öfely plus den Tipftop. Bitte.

Ruth: Und wie ists mit einem Klappstuhl? Mein Lieblingsplüschtier? Vielleicht den Laptop und das Modem? Oh. Meine CDs!

Frau E.: Alles. Lasteseln Sie sich durch Peru. Oder kaufen Sie sich da ein Muli und beladen Sie es heftigst. Materialschlachten Sie! Immens! Dekadenz bei den Armen!

Ruth: Und der Kühlschrank plus Kühlbox und Aggregat? Wer weiss, ob die da sowas haben. Und mein Ordner mit den Bankunterlagen plus die Steuererklärung und Quittungen aller Art? Ist ja nie sicher, ob die mir da unten was stehlen. Weiss man ja nie. Dann kann ich alles belegen, hinterher. Vielleicht noch den Bademantel. Da bin ich mir aber noch nicht ganz sicher.

Frau E.: Ne, keinen Bademantel, wegen dem Gewicht. Den Rest find ich gut. Braucht man.

In excelis Deo

Im von Innen gepresswursten Bus sprach mich gestern eine Dame an und hielt mir ein weisses Gummibaellchen entgegen, das ich verloren haette. Ich lehnte dankend ab. Heute, als ich mein Deo benutzen will, faellt mir dann auf, dass der Roller fehlt. Aha! Ab jetzt heissts: Auftragen mit dem Finger!

Ruth und der Weg zur grossen Reise

Kontakte knuepfen faengt schon im Zug zum Flughafen an. Kameradschaft mit zwei ruestigen Rentnern, die meinen Rucksack Werner taufen.